Aktuelles

Unsere kleine Deutschland-Tour

Reisebericht ist fertig!


09. April – Flug Frankfurt-Luxor, Einschiffung

 

10. April – Karnak Tempel, Luxor Tempel

 

11. April – Tal der Könige, Hatschepsut Tempel, Memnon Kolosse

 

12. April – Fahrt auf dem Nil, Kom Ombo Tempel

 

13. April – Assuan, Philae Tempel, Assuan Staudamm, Felukenfahrt auf dem Nil

 

14. April – Abu Simbel

 

15. April – Fahrt auf dem Nil, Esna Tempel, Luxor

 

16. April – Ausschiffung, Flug Luxor-Hurghada

9. April 2015


Flug XG 4741 bringt uns in 4 Stunden von Frankfurt nach Luxor.


Ein Reiseleiter ist bereits vor Ort, begleitet uns zum wartenden Bus und innerhalb einer halben Stunde sind wir am Schiffsanleger, südlich von Luxor.


Es gibt noch ein verspätetes Mittagessen, anschließend Kaffee auf dem Sonnendeck.

Wir richten uns gemütlich ein, am Abend in der Bar werden wir offiziell noch einmal begrüßt. Für etwa 50 Personen stehen die ganze Woche zwei Reiseleiter zur Verfügung.


10. April 2015

 

Es heißt früh aufstehen, denn bereits um 8.00 Uhr steht die Fahrt zum Karnak Tempel an. Eine halbe Stunde Busfahrt und dann sind wir schon am Ziel. Unser Reiseleiter Khaled, ein geschichtlich sehr bewanderter Mensch, hat Ägyptologie studiert und versorgt uns nun mit wirklich interessanten Informationen. Im pharaonischen Ägypten hieß es „auserwählte Stätte“.

Tuthmosis und seine Tochter Hatschepsut sind wohl die bedeutendsten von etlichen Dynastien, die an diesem Tempel mitgebaut haben. Die beiden Obelisken liess sie errichten. Sehr beeindruckend ist der Säulensaal sowie die vielen gut erhaltenen Reliefbilder. Vor lauter Königinnen und Pharaonen schwirrt uns bald der Kopf und es sei noch gesagt, dass an dem ganzen Komplex über 2000 Jahre gebaut wurde. Jeder König hat den Komplex erweitert und einen Pylonen (eine Art Eingangstor) um sein Areal gebaut.


Es gehört wohl so zu einer Schiffsreise dazu, dass auch bei Geschäften ein Stopp eingelegt wird. In unserem Falle ist es ein Papyrusgeschäft, ehemals Wappenzeichen der Pharaonen, die Papyruspflanze.


Nach dieser willkommenen Abwechslung gibt es wieder Kultur Programm in Form des Luxor Tempels, den wir in wenigen Fahrminuten erreichen. Es ist eine relativ kleine Anlage, aber nicht weniger beeindruckend. Auch hier steht ein Obelisk, dessen Pendant in Paris zu finden ist. Der Säulenhof ist von Papyrussäulen umgeben, an 3 Seiten in Doppelreihen.


Am Nachmittag heißt es, einen Schock zu verdauen, denn auf der Rückfahrt teilt uns Khaled mit, dass unser Schiff derzeit manövrierunfähig ist und wir nicht, wie geplant, nachmittags auslaufen können. Techniker aus Kairo sollen das Problem beheben. Kurzerhand ändern wir unser Programm und werden am nächsten Tag das Tal der Könige besuchen, das ansonsten für das Ende der Reise geplant war. Zunächst sind alle besänftigt.


Es weht ein kräftiger Wind, der das Liegen auf dem Sonnendeck nicht gerade zum Vergnügen macht. Wir unternehmen deshalb einen langen Spaziergang entlang des Nils, der aber auch zum Spießrutenlauf wird, da uns alle ansässigen Kinder anbetteln.


11. April 2015

 

Bedingt durch unsere Schiffspanne wird das Programm geändert. Der Ausflug ins Tal der Könige, der für den letzten Tag geplant war, wird nun vorgezogen.

Es weht ein kalter Wind, als wir um 7.30 Uhr mit dem Bus starten. Die Fahrt dauert eine knappe Stunde, dann umringt uns das karge Tal mit Bergen, deren hintere Bergbegrenzung fast die Form einer Pyramide hat. Wäre es nicht touristisch so vermarket, mutete es fast mystisch an und ich könnte es mir als Filmkulisse sehr gut vorstellen.

Fotografieren streng verboten.

Wir besichtigen die Gräber von Ramses III, Siptah mit dem Sakopharg und das viele Stufen nach unten führende Grab des Merenptah.

Ramses Grab ist das 3.größte der Anlage und zunächst einmal finden wir die relativ grob gestalteten Reliefs erst einmal gar nicht so sehenswert. Das ändert sich jedoch beim genauen Hinsehen. Verschiedene Kammern mit sehr ungewöhnlichen Darstellungen sieht man; Nilgötter, Fruchtbarkeitsgötter, Harfenspieler, 12 verschiedene Osiris-Figuren, Fremdvölkerszenen mit Asiaten, Nubiern und Libyern.

150 Stufen hinab finden wir das Grab von Merenptah, das schon mit dem Türsturz am Eingang auffällt. Hier wird der Sonnengott angebetet. Erneut über Treppen gelangt man zum Sakopharg.

Total beeindruckt verlassen wir nach einigen Stunden diese Anlage, die dank unserer außerfahrplanmäßigen Besichtigung heute wenig frequentiert ist.

 

Total beeindruckt verlassen wir nach einigen Stunden diese Anlage, die dank unserer außerfahrplanmäßigen Besichtigung heute wenig frequentiert ist.

Nach wenigen km Fahrt erreichen wir den Hatschepsut Tempel. Hier herrscht kein Fotografierverbot. Lagemäßig ist das hier ganz großes Kino. Einfach wunderbar an steile Felshänge geschmiegt liegt der Tempel, der aus 3 Terrassen besteht, vor uns. Die mächtigste Frau auf einem Pharaonenthron hat sich hier ein Denkmal erster Güte geschaffen.


Letzte Station für heute sind die Memnon Kolosse. 18 m hoch mit 3 m langen Füssen sind die Torwächter einziger Rest eines Totentempels und bedingt durch ein Erdbeben haben auch die Statuen sehr gelitten.

 

Am späten Nachmittag erhalten wir Mitteilung der Reiseleitung, dass das Schiff nicht repariert werden kann und wir auf ein anderes Schiff umziehen müssen. Unmut macht sich bei den Passagieren bemerkbar, aber es ist nun Mal nicht zu ändern. Die „Alhambra“ ist größer,moderner, weist viel Glas und Chrom auf, aber die kleine „Nile Excellence“ hatte Charme bei all der warmen Holzverkleidung und den Intarsienarbeiten.

Wie dem auch sei, wir packen und gehen eine Tür weiter. Die Crew hat in kurzer Zeit erstaunliches geleistet, den ganzen Nachmittag Kisten geschleppt, gewienert, gescheuert. Unsere Suite ist größer, geräumiger und auch ganz geschmackvoll eingerichtet und beim abendlichen Drink an der Bar ist der Ärger schon vergessen.


12. April 2015


Während des gestrigen Abends sind wir ein gutes Stück den Nil entlang gefahren und auch heute muss die Flussfahrt etwas schneller vonstatten gehen, deshalb ist Assuan schon unser heutiges Ziel.

Wir machen es uns bei morgendlich frischen Temperaturen auf dem Sonnendeck gemütlich, lassen die grüne Nillandschaft, die stellenweise sehr schön, aber nicht wirklich spektakulär ist, an uns vorbeiziehen. Kurzweilig verläuft ein großer Teil des Tages, während wir bald links, bald rechts fotografieren.


Gegen 16.00 Uhr legen wir direkt am Tempel von Kom Ombo an, der malerisch direkt am Nil liegt und in wenigen Gehminuten erreicht ist.

Der Tempel ist ein Doppelheiligtum und dem krokodilköpfigen Gott Sobek sowie dem falkenköpfigen Gott Haroeris geweiht.


13. April 2015


Heute erwartet uns ein reichhaltiges Programm, deshalb beginnen wir unseren Tag schon um 7.00 Uhr.

Zunächst geht es mit Bus und Boot zur Insel Philae mit gleichnamigem Tempel. Hier wurden die Göttinnen Isis und Osiris verehrt.

Durch den Stausee drohte die Insel unterzugehen, aber die ägyptische Regierung beschloss die Rettung und kurzerhand wurde die ganze Insel umquartiert.


Wir überqueren den alten Staudamm und etwa 7 km weiter südlich liegt der neue Staudamm, der ob seiner Größe gar nicht als solcher zu erkennen ist. Eine breite Straße mit Grüngürtel, Aussichtsplatz und E-Werk bildet den mächtigen von der Sowjetunion von 1960 bis 1971 gebauten Damm.


Düfte sind doch was für uns und so kaufen wir auch einige reine Duftessenzen wie Amber, Sandelholz, Minze und Eukalyptus im Parfümladen ein, mit denen wir uns zuhause wohlriechend umgeben können.

 

Eine Rundfahrt mit einer Feluke rundet den Vormittag ab. Leider gibt an dieser Stelle Wolfgang’s Objektiv seinen Geist auf und ihm bleibt nur noch das Teleobjektiv zum Fotografieren.


Am Nachmittag steigen wir erneut in ein Boot, diesmal mit Motor, umkreisen die von herrlich runden Felsen umgebene Insel Elephantine, schippern langsam durch die Cataract-Landschaft am Nil zu einem nubischen Dorf. Der Volksstamm der Nubier kam aus dem Sudan nach Ägypten, grenzt sich bis heute weitgehendst von den Ägyptern ab.


14. April 2015


Mitten in der Einsamkeit der nubischen Wüste und etwa 270 km südlich von Assuan ließ Ramses der II einen großen Tempel für sich und wenige Schritte nebenan einen kleineren für seine Gemahlin Nefertari in den Fels hauen.

Dieses monumentale Bauwerk mit seinen Kolossalstatuen davor wollen wir uns nicht entgehen lassen und stehen dafür auch schon um 2.45 Uhr in der Nacht auf. Die Busfahrt durch die Wüste ist uninteressant und hier ist ein weiteres Schläfchen angesagt.


Als 1964 die Bauarbeiten zum Nassersee in der Wüste begannen, drohte der Tempel in den Fluten des Nils zu versinken. Die Bauwerke wurden aus dem Fels befreit, zersägt und an einem sicheren höheren Platz wieder aufgebaut. 3000 Menschen waren daran beteiligt, den Wettlauf mit dem Wasser zu gewinnen und retteten somit Schätze von unermesslichem Wert.


Zurück auf der Alhambra legt diese sofort wieder ab, Kom Ombo zieht noch einmal an uns vorbei, in Esna soll die Fahrt für heute zu Ende sein. Die Passagiere vergnügen sich heute in der Bar (nicht nur heute), indem ein ägyptischer Abend stattfindet, der mit entsprechender Kleidung eine besondere Note bekommt.


15. April 2015


An der Schleuse von Esna werfen die fliegenden Händler ihre Waren auf das Schiff, aber kaum jemand kauft die immer wieder durch die Lüfte fliegenden Tücher und Decken.

In Edfu kommen wir zum Ende der Tempelbesichtigungen. Zu Fuss erreichen wir den mitten in der Stadt liegenden Horus-Tempel, der sehr gut erhalten ist.


Den Abschluß unserer Nil-Kreuzfahrt bildet eine Kutschfahrt am Nachmittag in Luxor, nachdem wir dort gegen 14.00 Uhr wieder angelegt haben. Luxor ist sicherlich sehenswert, die Zeit läuft uns jedoch davon, sodass wir uns nur mit dem wirklich sehenswerten Souk begnügen.