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Es war bunt und fremdländisch

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Bald starten wir wieder

Bleibt dran!

Montag, 15. April 2013

 

Fes – Chefchaouen – 230 km

 

Auf entsetzlicher Straße fahren wir gegen Norden und benötigen für 230 km ganze

5 Stunden. Die Landschaft ist ganz schön, hügelig, stellenweise ohne Baumbewuchs, vor Ouazzane dicke, alte Eukalyptusbäume, nach der Stadt kleine Berge, wenig Ortschaften.

 

Wir haben uns aber meist auf die Straße und deren Zustand konzentriert, das Fahren hat heute keinen Spaß gemacht. Ebenso wenig eine Mittagspause, in der uns mindestens 10 Kinder beim Essen zugesehen haben.

 

Chefchaouen schmiegt sich an einen Hügel, liegt insgesamt recht hoch am Rande des Rif-Gebirges. Wir müssen auf schmalen Straßen den ganzen Ort durchfahren und schrauben uns in engen Kurven den Berg hinauf, wo der Campingplatz liegt.

 

Heute unternehmen wir nichts mehr, die Stadt läuft uns nicht davon. Ein wenig relaxen nach der Tortour der Fahrt tut gut.

 

Dienstag, 16. April 2013

 

Das Wetter spielt hier wirklich Kapriolen.

Dicke Wolken liegen im Tal. Vom Ort ist nichts zu sehen. Es ist kühl, aber hier oben scheint schon die Sonne.

 

In den düsteren Wolkenort wollen wir ja nun gar nicht. So laufen wir erst einmal den Weg, der hinter dem Campingplatz hinauf in den Wald führt. Die Bäume lichten sich jedoch gleich wieder und wir haben einen Blick hinunter ins Tal, das neben dem Ort anschließt. Wolken liegen darin wie hinein gebettet.

 

Am Nachmittag steigen wir dann den Fußweg unterhalb eines Hotels in den Ort hinab. Alle Häuser sind blau angestrichen, es sieht ganz nett, aber etwas verwahrlost aus. Der hübsche Hauptplatz mit Brunnen und schattigen Bäumen gibt der Stadt ein besonderes Flair, die vielen Souvenirshops ebenso, aber einen Kaffee kriegen wir nirgends. Souk und Geschäfte sind ganz auf Touristen ausgelegt. Auf gleichem Weg laufen wir wieder zurück.

 

 

Mittwoch, 17. April 2013

 

Chefchaouen - Algeciras - 124 km

 

Wir wollen natürlich früh weg, um möglichst noch heute nach Spanien zu kommen. 

Der weitere Verlauf der Straße von vorgestern ist immer noch grottenschlecht, aber ab Tetuan gibt es bis Ceuta eine Autobahn, die wir dann auch fahren. Es ist neblig und wolkig.

 

An der Grenze dann das gleiche Chaos wie bei der Einreise. Die Ausreisepapiere haben wir schon fertig ausgefüllt. Es dauert etwa 20 Min., dann ist es geschafft, die Papiere werden gestempelt, kontrolliert, kontrolliert und abgerissen, dann sind wir durch.

 

Um 13.00 Uhr sind wir in Ceuta am Fährhafen und können gleich mit der nächsten Fähre um 13.30 Uhr mitfahren. Das ist ja Glück. Wir fahren als letztes Fahrzeug auf das Schiff, stehen dann so eng, dass Aussteigen nicht mehr möglich ist. Die einstündige Überfahrt verbringen wir dann im Mobil. Bei dieser Aktion gab es leider ein paar Kratzer und ein Rücklicht musste dran glauben.

 

Schnell sind wir dann wieder in Algeciras Palmones beim Centre Commercial, sprich auf dem Lidl Parkplatz, auf dem heute wenige Mobile stehen. Wir kaufen ein bei Carrefour und Lidl und so vergeht der Nachmittag. Leider ist es hier wesentlich kühler als in Marokko.

 

Donnerstag, 18. April 2013

 

Es ist trüb heute Morgen. Trüb bleibt es auch, als wir über einen chaotischen Grenzübergang (schon wieder) nach Gibraltar hinüberfahren. Es geht ja quasi nach England. Von EU zu EU wird kontrolliert, als schmuggelt jeder, was er kann.

 

Wir queren eine Landebahn, die Straße wird im Falle eines Starts oder einer Landung geschlossen, wir kommen nach Gibraltar Stadt hinein und düsen dann den Felsen nach oben. Der Eintritt auf den Felsen kostet 22,- englische Pfund und mit dem Roller können wir schön überall hinfahren. Hier oben gibt es nur Shuttle Busse, keinen weiteren Verkehr, weil die Straße quasi nur Gehsteigbreite hat.

 

Zuerst schauen wir uns eine Höhle an, die auch als Veranstaltungsort bzw. Kirche genutzt wird. Ein Stück laufen wir durch den Tunnel, der zur Verteidigung des Felsens geschaffen wurde. Den Abschluss bildet ein Castle, das ganz malerisch auf halber Höhe liegt. Dazwischen laufen wir immer mal ein Stück. Die Aussichten von hier oben sind natürlich grandios, leider ist es immer noch nicht klar und so verschließen sich uns die ganz weiten Ausblicke. Es ist aber trotzdem schön.

 

British ist hier alles, d.h. es muss auch Fish and Chips geben. Wir fahren ein bisschen in der Gegen herum und finden dann auch eine Art Zentrum, in dem es einige Lokale und sogar eine Fußgängerzone gibt. Wir können draußen sitzen, es ist sehr nett, aber das Essen zu teuer und zu fett.

Freitag, 19. April 2013

 

Algeciras – Granada – 274 km

 

Die ganze schreckliche zugebaute Costa del Sol liegt im Dunst und Morgennebel, als wir durchfahren. Wir sind froh, Malaga zu erreichen und ab hier geht es landeinwärts durch die Berge Richtung Granada.

 

Den einzigen Campingplatz im Ort La Zubia, ca. 6 km von Granada entfernt, erreichen wir gegen 13.00 Uhr und sind entsetzt, dass alles so eng ist. Ich sage nur „Käfighaltung“. Aber wir haben keine Wahl und das auch noch für 22,- Euro die Nacht. Inzwischen strahlt die Sonne und es ist heiß. Nur wenige km weiter liegen die Gipfel der Sierra Nevada unter einer Schneehaube. Ein toller Kontrast.

 

Wir rollern dann in die Stadt und laufen mit unserem Stadtplan im Zentrum herum, um wenigstens die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Die Kirchen sind alle über Mittag geschlossen und öffnen erst wieder um 16.00 Uhr. Es gibt viele enge Gassen, viele Barockbauten, alles macht einen etwas dunklen Eindruck. Den machen aber die vielen jungen Leute wett, die der Stadt wieder ein lebendiges und quirliges Bild geben. Die Universität und die Musikakademie haben wunderschöne Innenhöfe.

Samstag, 20. April 2012

 

Bereits gestern haben wir auf dem Campingplatz auf Empfehlung des Empfangschefs Karten für heute bestellt. Frühester Besichtigungstermin 14.00 Uhr. Da können wir uns ja Zeit lassen.

 

Gegen 11.00 rollern wir los, die Alhambra ist gut ausgeschildert, wir brauchen nicht weit zu fahren. Auf dem Parkplatz könnte man mit dem Womo auch übernachten, allerdings für 29,- Euro für 24 Stunden. Da sind wir ja auf dem Campingplatz noch preiswert dran.

 

An einer großen Parkplatzanlage vorbei geht es zum Eingang bzw. Ticketschalter. Zuerst stellen wir uns in die riesengroße Schlange, aber dann hören wir, wer reserviert hat, braucht nicht anzustehen. Allerdings weiß kein Mensch, wo es die reservierten Tickets gibt. Wir landen in einem Büro, die Frau am Schreibtisch ist derart unfreundlich, zeigt nur mit der Hand wieder nach draußen, das war‘s. Aber irgendwie kriegen wir es raus, kommen dann ganz schnell an unsere Eintrittskarten.

 

Natürlich lässt man uns an keinem der Eingänge hinein, schließlich haben wir für 14.00 Uhr reserviert. Wir schauen uns dann in den frei zugänglichen Anlagen um. Die Alhambra ist nicht nur ein Gebäude, sondern auch eine riesengroße Stadtburg mit verschiedenen Palästen und Häusern auf einem Hügel, der etwa 750 m lang und 220 m breit ist. Im Sommer ist die große Gartenanlage und der Sommerpalast Generalife geöffnet. Das Hauptstück sind die Nasridenpaläste, der frühere Herrschersitz der arabischen Fürsten.

 

Da immer noch Zeit ist, legen wir in einem der nahegelegenen Restaurants eine Mittagspause ein. Wir bestellen „typisch“ andalusische Gerichte, beides fehlgeschlagene Essensversuche. Ich hatte ganz komische Bohnen (grün-grau) und Schinken dazu. Das Foto ist aber gelungen.

 

Grauenvolles Gericht
Grauenvolles Gericht

Aber dann ist es endlich 14.00 Uhr und wir begehren Einlass. Die Nasridenpaläste sind wirklich einzigartig schön. Ganz filigrane Holz- und Steinarbeiten, leider sind überall zu viele Menschen. Sogar ein Brautpaar macht hier sein Fotoshooting.

 

 

Ganz von selbst gelangen wir in die Generalife Gartenanlage, die gegenüber gebaut ist und schon aus dem 14. Jh. stammt. Von hier aus hat man einen schönen Blick hinüber zu den Palästen und auch auf die Stadt. Ganz zum Schluss besteigen wir noch den Turm Alcazar, einem ursprünglichen Fort.

 

Ganz schön fertig vom vielen Laufen kommen wir dann wieder am Womo an, sitzen noch ein wenig draußen.

 

 

Blick auf Granada
Blick auf Granada

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