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Unsere kleine Deutschland-Tour

Reisebericht ist fertig!

Der höchste Berg Sarawaks, der Mount Gunung Mulu
Der höchste Berg Sarawaks, der Mount Gunung Mulu

 

Teil 2

 

10.- 12. März 2017

 

 

Gestern hatten wir keine Lust auf Museum und heute hat es geschlossen. Wir bummeln noch ein wenig durch die Stadt, schauen uns die bunten chinesischen Tempel an, um dann zum Flughafen zu fahren.

 

 

Eine kleine Propellermaschine der MAS Airlines (Tochter der Malaysia Airlines) bringt uns in den Regenwald nach Mulu und nach 5 Minuten Autofahrt sind wir im Gunung Mulu Nationalpark.

 

Schon beim Landeanflug haben wir gesehen, dass es sich um eine großartige Landschaft handelt, Wald und Berge, soweit das Auge reicht.

 

 

Den eigentlichen Park betreten wir nur zu Fuß, eine Hängebrücke führt über einen kleinen Fluss und wir sind in einer hübschen Anlage im Park untergebracht. Wir haben das große Glück, 2 Schlafzimmer zu beziehen, können uns noch nebenbei auf einer geräumigen Couchgarnitur richtig ausbreiten. Gesäumt wird das Holzhaus von einer überdachten Holzterrasse.

 

 

Dieses wohl sehr beliebte Touristenziel wurde 1985 für Besucher geöffnet und ist seit 2000 Weltkulturerbe. Der höchste Berg des 530 km² großen Parks ist der Gunung Mulu mit 2.376 m.

 

Omar, unser örtlicher Guide, trägt sehr schmuck immer passende Buffs zum T-Shirt, ist sehr nett, wenngleich er den Weg zur 1. Höhle über einen 3 km langen Bohlenweg quer durch den Regenwald auch in rasantem Tempo hinter sich bringt. Wir kommen ordentlich ins Schwitzen, aber natürlich schließen die Höhlen auch irgendwann und heute absolvieren wir noch Lang’s Cave und Deer Cave.

 

Lang’s Cave, benannt nach ihrem Entdecker, ist eine kleine, nicht sehr hohe Höhle, beinhaltet aber schöne Stalaktiten und Stalagmiten.

 

 

Wollte ich es die ganze Zeit nicht wahr haben, spätestens hier wird aber mehr als klar. Mein Fotoapparat funktioniert nicht richtig. Nun gut, müssen wir eben mit den wenigen Fotos auskommen.

 

Gleich daneben liegt dann die Deer Cave, mit 2.160 m die längste Höhlenpassage der Welt. Am Höhleneingang sind deutliche Rotwildspuren sichtbar, daher der Name.

 

Hier drinnen siedeln Millionen von Fledermäusen und deren stinkende Haufen sind auch nicht jedermanns Sache. Ganze Höhlenhügel sind davon bedeckt.

 

Schaut man in der Mitte der Höhle zurück zum Eingang, kann man am Eingang deutlich das Gesicht des US-Präsidenten Abraham Lincoln in den Felsen entdecken.

 

 

Bei einer Art Amphitheater vor den beiden Höhlen kann man dann bei Einbruch der Dämmerung noch die spiralförmigen Schwärme von Hunderttausenden von Fledermäusen beobachten, die aus der Höhle herausfliegen. Das haben wir schon besser gesehen, wir bleiben nicht lange.

 

Im Park gibt es ein Restaurant, wir bevorzugen die kleine Kneipe über der Hängebrücke und sozusagen schon 50 m außerhalb des Parks, was sich gleich preislich mit ca. 2,- Euro pro Essen bemerkbar macht. Auch die Getränke sind wesentlich billiger.

 

 

Am 11. März erwachen wir etwas ausgeruhter, was daran liegt, dass wir 2 Schlafzimmer hatten. Was für ein Luxus.

 

Nach einem schmackhaften Frühstück im Restaurant der Lodge besteigen wir wieder kleine Boote, um zur Clearwater- und Wind Cave zu fahren.

 

Ein kleiner Stopp bei den Penan, einer nicht immer sesshaften Volksgruppe, gibt uns die Möglichkeit, durch Kauf einiger Souvenirs deren Lebensunterhalt aufzubessern. Aber es ist alles sehr kitschig für meinen Geschmack.

 

 

Die Wind Cave trägt ihren Namen zu Recht, bedingt durch mehrere Öffnungen weht ein Windchen.

 

Bis zur Clearwater Cave besteigen wir wieder unser Boot und sind dann wirklich beeindruckt von diesem riesigen, mehrstöckigen Höhlensystem, das zum größten dieser Welt zählt. Innen fließt ein Fluss hindurch, sehr viele Treppen führen auf und ab und lassen uns erahnen, wie weit die Höhle noch geht bzw. noch gar nicht erforscht ist.

 

 

Zurück an der Anlegestelle haben unsere Bootsjungen schon Tee und Kaffee vorbereitet, ein schmackhaftes Essen zurechtgestellt und wir und andere Touristen haben uns im Wasser des Flusses erfrischt sind und ein wenig hin und her geschwommen. Erfrischend ist es in der Tat.

 

 

Am Nachmittag sind wir dann in der Lodge zurück und nachdem wir etwas geruht haben, machen wir uns erneut über den Bohlenweg auf zum Paku-Wasserfall. Zunächst auf schmalem Lehmpfad, stapfen wir dann durch immer höheren Matsch entlang zu den 2 kleinen Wasserfällen, aber wir sind 45 Minuten durch den Regenwald gelaufen, was auch Spaß macht. Der Rückweg ist dann wieder der gleiche und genauso matschig.

 

 

Hui, Glück gehabt. Kaum sind wir zurück in der Lodge, geht ein Monsunregen erster Güte herunter, der aber eine Stunde später schon weitergezogen ist und daher können wir trockenen Fußes unser Lokal jenseits der Brücke aufsuchen.

 

 

Am nächsten Tag haben wir mit einem Park-Ranger den Canopy-Skywalk gebucht. Ich bin ja total skeptisch, muss aber natürlich alles mitmachen. Wieder laufen wir etwa 30 Minuten den Bohlenweg durch den Wald, bevor es am Rand der steil aufsteigenden Felsen bis zu 20 m über dem Boden von Baum zu Baum über Hängebrücken geht. Diese sind verschieden lang und dazwischen sind immer Baumplattformen. Wir sehen verschiedene Baumarten, überqueren 2 Bäche und sind im Wesentlichen darauf konzentriert, dass die Hängebrücken nicht so sehr wackeln. Aber da wir immer nur zu zweit die Brücken betreten, klappt das ganz gut und Höhenangst ist bei mir merkwürdigerweise auch nicht vorhanden.

 

 

Um 13.00 Uhr verlassen wir den schönen Park (wie schade), sind in 5 Minuten wieder am Flughafen. Genug Zeit haben wir noch, Wolfgang hat Hunger und bestellt Fish & Chips (siehe Bild) für 18,- Ringgit, ca 4,- Euro. Das ist ja unverschämt, im Gegensatz zu den sonstigen Preisen und Portionen. Von hier aus fliegen wir nach Kota Kinabalu, steigen um und dann nach Sandakan.

 

Wir sind in der Provinz Sabah gelandet.

Flagge Sabah
Flagge Sabah

 

Kurz vor 18.00 Uhr sind wir dann in unserer dortigen Unterkunft, einer urigen Hotelanlage, deren Restaurant über weite Bohlenwege erreichbar ist, dazwischen liegen fruchtbare Gärten und Teiche. Sehr idyllisch. An der Rückseite der Anlage befindet sich ein sehr schöner Swimming-Pool. Ach, hier lässt es sich aushalten, allerdings sind Bier und Essen hier ein wenig hochpreisiger, da es nur 2 Hotels gibt.

 

 

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