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Wir waren ein paar Tage in Marokko

Mit etwas Verspätung!!

 

Reisebericht Schottland ist fertig.

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Unser Weg führt uns heute nach Ayatthuya, über 400 Jahre lang die Hauptstat Siams und Berichten zufolge die beeindruckendste Stadt Asiens, in der etwa 33 Könige verschiedenster Dynastien herrschten.

Nach so viel Kultur ist dann wieder Zeit fürs Essen und nachdem wir ein paar ganz ungewöhnliche, aber sehr gut schmeckende Crepes mit gefüllter Zuckerwatte gegessen haben, steht der Hauptspeise auf einem Markt nichts im Wege.

Der heutige Tag endet mit der Fahrt an den Rand des Khao Yai Nationalpark und einer Übernachtung in einer hübschen Lodge.

links Tao, unser Guide, Mitte Gon, rechts Sit, unsere beiden Fahrer, wobei Sit der reinste Formel 1 Fahrer ist
links Tao, unser Guide, Mitte Gon, rechts Sit, unsere beiden Fahrer, wobei Sit der reinste Formel 1 Fahrer ist

Eine Dschungelwanderung im Khao Yai Park und abends die Beobachtung der Fledermäuse, die zu Millionen aus einer Höhle fliegen, sind die Höhepunkte des heutigen Tages.

Nordwärts geht es auch heute wieder.

Selten sehen wir einen so schönen km-Stein, aber das Land ist geschmückt mit Fahnen. Der aufmerksame Bildbetrachter wird oft auch gelbe Fahnen gesehen haben.

Die Nationalflagge symbolisiert bei den roten Streifen die Einheit der Nation, die weißen Streifen bedeuten die Religion und das innere blaube Band steht für die Monarchie.

Allgegenwärtig ist auch der König, Abbildungen findet man quasi überall. Die gelben Fahnen hängen mit dem Geburtstag des Königs zusammen. Jeder Wochentag in Thailand ist einer Farbe zugeordnet, der König ist an einem Montag geboren, was gleichbedeutend mit der Farbe gelb ist. Viele Thais tragen - nicht nur Montags - ein gelbes T-Shirt, um den König zu ehren.

Eine kleine Leckerei für unterwegs "Yam Bean", schmeckt ähnlich wie Kohlrabi.

 

Unterwegs besichtigen wir eine Seidenfabrik, der heute beginnende Songkran (das Neujahrsfest) ist jedoch Feiertag und es wird nicht gearbeitet. Wir können jedoch die Fabrik besichtigen und die exakte Fadenspannung, die Farben der Seide begeistern mich und die daraus entstandenen Fotos gibt es jetzt.

Auch eine Töpferei hat aufgrund des Feiertages geschlossen, ungehindert können wir auf das Betriebsgelände. Der angeschlossene mit Kitsch überladene Verkaufsraum hat natürlich geöffnet.

In Phimai wollen wir eine der größten Attraktionen des Nordostens, eine Tempelanlage, besichtigen, doch zunächst bekommen wir einen Vorgeschmack auf den Verlauf des Wasserfestes. Alle Straßen der Stadt sind vollgestopft mit Pick-ups, ein Durchkommen nicht möglich, der Verkehr ist vollkommen zusammengebrochen, am Straßenrand Menschenmengen, jeder mit einem Gefäß voll Wasser bewaffnet. Die ganz fiesen haben einen Wasserschlauch. Wir sitzen ja gut geschützt in unserem Auto.

Die Khmer-Tempelanlage aus dem 12. Jh. diente wahrscheinlich als Vorlage für das berühmte Angkor Wat in Kambodscha. 

Unsere Übernachtung erfolgt heute in Khon Kaen, etwa 400 km nordöstlich von Bangkok.

Ein Besuch des Nachtmarktes ist ja nicht zu verachten, jedoch kaum 50 m aus dem Hotel hinaus, erhalten wir den ersten Wasserguß. 200 m weiter sind wir völlig durchnässt, später ist die Straße gesperrt, Musik schallt durch die Stadt und die Menschen sind schier durchgedreht. Dieses Spektakel ist einzig, als es keinen Spaß mehr macht, kehren wir um. Fotos gibt es hier natürlich keine.

Auf der Straße Nr. 2 ist unser Ziel der Nam Nao Nationalpark.

Die Landschaft wird fruchtbarer, Felder mit Reis und Mais wechseln sich ab.

Wir laufen einen 3 km langen Trail durch den Wald, zu sehen gibt es nichts, aber es ist herrlich ruhig und grün hier.

 

Nach einer kurzen Fahrt halten wir auf dem Bergkamm bei einem Restaurant-Cafe. Man hätte einen herrlichen Blick ins Tal und auf die umliegenden Berge, aber es ist sehr diesig und außerdem fängt es auch noch an zu regnen, schade.

 

Das Übernachtungs-Highlight dieser Reise finden wir heute vor.

Unser "Hotel" besteht aus einzelnen Bungalows, die mitten im Wald auf einem steilen Hügel liegen. Es ist dunkel, zu den Häusern führen nur schmale Pfade, die voll Laub sind und alles wirkt ungepflegt. Unser Haus liegt natürlich ganz unten, wir schleppen uns mit dem Gepäck ab, alles ist nass und wir bringen den ganzen Dreck hinein.

 

Es ist eine sehr einfache Unterkunft, mir hat es gleich den Anschein, als wäre das ein Sektenhotel, die Bücher im Zimmer schliessen darauf, außerdem das Haus ganz unten in der Anlage, ein Versammlungsraum. Aber das Bad ist knuffig, ein Holzzuber als Duschwanne. Am nächsten Morgen bestätigt sich mein Eindruck - wir werden über Lautsprecher eine gute dreiviertel Stunde lang mit Gebeten berieselt.

 

 

Sukhothai klingt schon schön - bedeutet es doch "Morgenröte des Glückseligkeit", und das klingt doch nach Gänsehaut.

Die ehemalige Hauptstadt ist eine imposante Ruinenstadt, gegründet 1238 war sie 120 Jahre lang die Hauptstadt der ersten Thai-Nation. Der Historical-Park hat eine Fläche von 72 km² und darauf verteilen sich hunderte von Monumenten.

 

Bevor wir mit der Besichtigung beginnen, fahren wir zunächst mit einem Tuk-Tuk durch den alten Teil der Stadt und das Unikum von unserem Fahrer trägt dazu bei, daß dieser Nachmittag unvergesslich bleibt. Mit 2 Zähnen und einer Fröhlichkeit ohnegleichen schreit er jedem ein 3-fach kräftiges "Happy New Year" zu, melodisches Hupkonzert unterstreicht seine Lebensfreude.

 

Wir halten bei einer Weidenflechterei, er zeigt uns ausgelassen Kunststückchen, wie man Frösche, Vögel und anderes Getier fangen kann, macht Stop bei einer Teakholz-Fabrik, die wunderschöne Möbelstücke herstellen. Keiner zuhause - Feiertag. Wir halten auch bei einem Wohnhaus, in dem eine mehr als 100-jährige alte Frau wohnt. Wie üblich, steht auch dieses Haus auf Stelzen, man kann es nur über eine Leiter erreichen, was auch bedeutet, dass diese Frau nicht mehr aus dem Haus gehen kann. Bereitwillig dürfen wir aber alles fotografieren.

Es sind fast 200 Tempelruinen zu sehen und das am besten geeignete Fortbewegungsmittel ist ein Fahrrad. Im Inneren des Parks ist es grün und fast beschaulich ruhig. Sogar Autos fahren darin herum, das gehört aber eigentlich verboten.

 

Wir besichtigen die wichtigsten Tempel, wie den Königspalast Wat Mahatat auf über 160.000 m², den Wat Srisawai und den Wat Trapang Ngoen, der auf einer kleinen Insel in der Mitte eines Teiches liegt. Das alles fahren wir bequem mit dem Rad ab.

 

Am Ende sehen wir die Statue des Königs Rama, der das 1. Thai-Reich gründete.

 

Die Rikschas warten beim Fahrradverleih und bringen uns nun zum Hotel, auf direktem Weg auf der Hauptstrasse und es dauert keine 5 Minuten und wir sind schon wieder klatschnass.

 

Völlig derangiert kommen wir nach ca. 5 – 7 km beim Hotel an, das einen modernen und gepflegten Eindruck macht. Vor allen Dingen hat es ein schönes großes Schwimmbad, das gleich ausprobiert wird. Unsere nasse Kleidung trocknet dank der Klimaanlagen in den Zimmern immer ganz gut.

 

Von Sukhothai nach Thung Saliam und Thoen geht es über eine Nebenstraße, die landschaftlich sehr reizvoll ist, hügelig und bewaldet, alles schön grün, und relativ kurvig.

 

Ab Thoen fahren wir auf der Straße Nr. 1 wieder eine gut ausgebaute 4-spurige nach Norden. Vor Lampang besichtigen wir einen Tempel. Das Wasserfest ist noch nicht vorbei, außerdem Wochenende. Es wimmelt von Menschen, alles ist nass und es ist glutheiß.

 

Kurz vor Chiang Mai geht es noch in eine Papierschirm-Herstellung. Wir können alles kaufen, vom kleinen Kärtchen bis zum Schirm von 3 m Durchmessern, aber die Herstellung ist geschlossen, ebenso ergeht es uns in einer Silberwerkstatt und in einer Seidenherstellerei. Wunderschönes Geschäft, aber Preise, die wir uns nicht leisten können.

 

In Chiang Mai steigen wir in einem netten Hotel ab, lassen uns erst einmal mit einer Massage verwöhnen, um am Abend eine Shopping-Tour auf dem Nachtmarkt zu starten. Mein Ziel sind Schals in allen Variationen, aber man könnte glatt in einen Kaufrausch verfallen.

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