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700 km nördlich Bangkok liegt Chiang Mai, auch "Rose des Nordens" genannnt. Mit seinen 350.000 Einwohnern ist es ein wichtiges Wirtschafts- und Kommunikationszentrum.

Wir sehen eine moderne Stadt, die noch einen gut erhaltenen alten Stadtkern von 2 x 2 km im Quadrat hat, der vollkommen von einem Stadtgraben umgeben ist. Unser Hotel liegt nah an der Altstadt und alle Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß oder mit dem Tuk-Tuk erreichbar.

 

 

Wir fahren in einer halben Stunde hinauf auf eine Anhöhe vor den Toren Chiang Mais zum Doi Suthep Tempel. Es führen 306 Stufen, aber auch eine kleine Bahn hinauf. Bei den Temperaturen keine Frage.

 

Der Tempel liegt auf einer Art Plateau auf immerhin 1.180 m Höhe, man hätte, wäre es nicht so diesig, einen schönen Blick hinunter auf Chiang Mai oder die umliegenden Berge. Die Tempelanlage hat 2 Etagen, unten eine Art Hof, den man umrunden kann mit mehreren kleinen Tempeln, auf der oberen Etage der eigentliche Tempel.

 

Die untere Etage ist weitläufig, hat viele schattenspendende Bäume, es werden Tänze aufgeführt, Musikdarbietungen gebracht, man kann auch einfach nur Kaffee trinken.

Der obere eigentliche Tempel ist wunderschön, bislang der schönste Tempel in Thailand. Dicke Schichten mit Blattgold verzieren die Anlage und alles ist sauber und gepflegt.

 

Um den Buddhismus zu beschreiben, müsste ich eine neue Seite aufmachen - verstehen werde ich es nicht, lasse einfach ein paar Bilder sprechen.

Wir lassen uns in der Stadt am Chang Puak Gate absetzen.

Teile der Stadtmauer sind noch zu sehen und auf jeder Seite des Quadrates gibt es ein Gate. Chang Puak Gate liegt genau gegenüber des Chiang Mai Gate und wir durchlaufen die ganze Stadt, aber weil Sonntag ist, haben fast alle Geschäfte geschlossen.

Heute beginnt die Trekking-Tour. Dazu müssen wir noch ein gutes Stück mit einem Pick-up fahren, Chiang Mai liegt entgegen unserer Annahme doch noch nicht direkt in den Bergen.

Auf einem kleinen Markt decken wir uns noch mit den restlichen vergessenen Kleinigkeiten ein, absolvieren noch einen Elefantenritt und danach gehts dann endgültig los.  

Wir haben 2 Guides, Same und Chom. Same haben wir schon gestern abend im Hotel kennengelernt, ein schmales Bürschlein von höchstens 45 kg Gewicht, der uns sicher über Stock und Stein davonläuft.

 

Nicht nur, daß sie uns begleiten, Hüte und Stöcke basteln, Spässe machen, nein sie kochen auch während der Tour für uns und das richtig gut und viel.

Der Weg führt zunächst als Feldweg stetig bergan, nach einer Viertelstunde müssen wir einen sehr breiten Gebirgsbach überqueren. Die Guides legen Baumstämme über die Steine, damit wir trockenen Fusses drüber kommen. Bill als erster, es hat geklappt, der nächste fällt ins Wasser, komplett mit Rucksack und Foto. Bill und Cham helfen heraus, aber es ist alles nass. Der Baumstamm wird nochmals etwas zurecht gerückt, wir anderen verstauen die Fotos in den Rucksäcken, das soll nicht noch mal passieren. Aber wir kommen alle heil hinüber.

Unsere Wanderung beginnt heute bei 600 m Höhe,

wir laufen etwa 300 m hinauf,

am 2. Tag bewältigen wir noch einmal 200 m,

am 3. Tag steigen wir ab bis ca. 400 m

 

Nach 3 Stunden stetigem bergauf nur auf schmalen fußbreiten Pfaden erreichen wir ein Dorf, das es bis zum Ende zu durchqueren gilt.

Der Pfad endet bei 2 Hütten und einem Wasserfall - wir sind am Tagesziel.

Die eine Hütte dient uns als Schlafstätte, in der anderen wird gekocht. Wem sie gehört, können wir nicht ausmachen.

 

Wir erfrischen uns in dem Wasserfall, danach können wir nicht anderes mehr tun, als vor der Hütte auf einem unbequemen halbrunden Baumstamm zu sitzen, zu erzählen, essen und trinken und nach Einbruch der Dunkelheit zu Bett? zu gehen.

Das war ja eine tolle Nacht – keiner schlief richtig – es war kalt und der Wasserfall hat laut getost. Was für ein Glück das war, steht dann morgen im Bericht.

 

Um 7.00 Uhr sind alle aus den Muff-Matratzen und es gibt Toast, Butter, Ei und Marmelade und von allem richtig viel.

 

Zunächst geht es wieder bergauf. Wir überqueren Felder, in denen Gemüse und Blumen angebaut werden. Es ist nicht so heiß heute und zeitweise regnet es sogar. Das können wir ja nun auch nicht gebrauchen.

 

Bald sind wir wieder auf altbekannten Dschungelpfaden. Mittagessen gibt es in einem Dorf, das von der Moderne noch sehr weit entfernt ist. Wir halten an einem Haus, wie üblich auf Stelzen gebaut und eine Hühnerleiter führt nach oben.

Der Weg ist nun weit ebener, die Guides machen unterwegs wieder ihre Mätzchen, das Dorf, in dem wir übernachten, ist schon fast erreicht, als es heftig anfängt zu regnen. Cham, Bill und ich laufen bis zu unserer Schlafstätte,

 

Das Dorf selbst ist relativ modern, überall stehen Solar Paneele vor den Häusern und es gibt sogar 2 Kirchen. Unsere Hütte ist im Vergleich zu gestern auch aus gutem Holz gebaut. Weiter hinten die Latrine, hier kann man mittels eines Schlauches auch duschen. Auch hier Tisch und Bänke vor dem Haus, das Haus in dem gekocht wird, liegt gleich nebenan.

 

Wir duschen, essen Zuckerrohr und Physalis und dann hört es auf zu regnen. Abends gibt es wieder ein schmackhaftes Essen, gemischtes Gemüse, Bohnen mit Schweinefleischkrümeln und Kartoffeln mit Hähnchen und Curry. Da wir auch hier wieder nichts anderes tun können als reden, sind wir relativ früh im Bett.

 

Der 3. Tag der Trekking-Tour führt uns nun nicht mehr steil bergauf sondern über weite Strecken bergab, was genauso anstrengend ist. Wir müssen gut auf unseren Weg achten, da der Weg schmal und steil ist.

Am Nachmittag sind wir dann wieder in unserem Hotel in Chiang Mai zurück und kehren nach einer wunderschönen Tour in die Natur Nordthailands in den Urlaubsalltag zurück; Wolfgang hält einen wohlverdienten Schlaf, ich gehe ins Internetcafé.

Der letzte Tag in Chiang Mai. Wir bummeln noch einmal gemütlich durch die Altstadt, erstehen in einer dekorativen Boutique einige Kleinigkeiten, hier natürlich mit Festpreisen, lassen es uns beim Inder gut schmecken, mieten ein Tuk-Tuk und lassen uns noch ein wenig spazieren fahren. Unser Fahrer zeigt uns einige weitere Tempel, die wir bei unseren Spaziergängen garnicht gesehen hätten.

Am Nachmittag besteigen wir den Nachtzug nach Bangkok. In einem 4-er Abteil machen wir es uns mit unseren Mitfahrern gemütlich bei Bier und Brotzeit, jedoch auch bei sibirischer Kälte. Die mit Wasser durchtränkte Matratze, unsere vielen Bierflaschen und die mit Plastiktüten abgeklebte Klimaanlage lässt den Schaffner, der um 20.30 Uhr die Betten macht, sehr missmutig schauen. Doch wir genießen die Fahrt.

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