Diese Reise war Wahnsinn

 

Diese Reise war lecker

Heute fliegen wir von Hue nach Hanoi. Auch hier ist es nur unwesentlich kühler.

Der Flug geht um 9.00 Uhr, Flugdauer 1 Stunde. Ein neuer Bus, ein neuer Guide holen uns ab, Dauer der Fahrt bis in die Stadt ca. 1 Stunde, denn der Flughafen ist ca. 30 km von der Stadt entfernt.

 

Unser Hotel liegt natürlich wieder mitten in der Altstadt, der Eingang ist so schmal, dass man glatt daran vorbeilaufen kann. Aber das war bei einigen anderen Hotels auch so. Da wir noch relativ früh sind, sind die Zimmer noch nicht fertig und wir vertreiben uns die Zeit in einem netten Café. Es gibt Kuchen, Torten, selbstgemachte Pralinen und belegte Baguettes oder Sandwich, ganz nach unserem Geschmack. Minipizza und Eiscafé lassen uns aufleben.

 

Wolfgang geht um 15.30 Uhr ins Fussballstadtion.Es spielen Hanoi : Huang Voung4 mit 0:1. Petrovietnam Gas Leag heisst gleich Bundesligaspiel. Das Stadion zu finden, war ein kleines Abenteuer, denn gefragt waren hier zunächst unser neuer Guide, ein Stadtplan, mehrere Personen auf der Strasse, ein Polizist, ein Taxifahrer mitsamt seiner Zentrale. Dennoch nach 1,5 Std. war er schweissgebadet, dafür ohne das in Deutschland obligatorische Würstchen auf der Haupttribüne, um einem schweigsamen Fussballspiel zu folgen.

 

Ich tigere in Richtung See, komme an vielen schönen Geschäften vorbei, die will ich mir für den Rückweg merken. Beim See zweige ich ab zur Altstadt, natürlich kommen noch ein paar Geschenke ins Gepäck.

Unweit des Hotels ist noch der Literaturtempel zu besichtigen.Einer der vietnamesischen Kaiser liess den Tempel als Ort der Verehrung für Konfuzius bauen.

 

Unsere heutige Fahrt geht ca. 140 km weit in südwestliche Richtung ins Bergdorf Mai Chau.
Die Strasse ist nicht richtig gut, das Wetter etwas bewölkt.

Nach 1,5 Stunden Fahrt wird die Landschaft etwas hügeliger und wir machen eine kleine Kaffeepause.

Die Strasse bleibt schlecht, es ist warm, aber diesig. Ab Hoa Binh geht es stets bergauf, unterwegs viele Ziegelbrennereien, die Berge haben die Form von Kegeln. Weiter geht es bergauf. Wir halten an einem Aussichtspunkt und haben einen herrlichen Blick auf die Berge ringsum die die Reisfelder unter uns. Ein Stückchen weiter sehen wir Mau Chai unten in einem grünen Tal liegen und sind bald darauf dort.

Das flache Örtchen, von Bergen eingerahmt, ist vornehmlich von Weißen Thai besiedelt. Ein Stückchen ausserhalb des Ortes liegt unser Privatquartier bei Familie Chung. Uns erwartet ein stabiles Pfahlhaus, wir schlafen in einem weiteren Pfahlhaus unter Moskitonetzen alle in einem Raum.

Zunächst erwartet uns aber ein sehr gutes Mittagessen. Kartoffelsuppe, Gurkensalat, Reis, leckere Schnitzelchen mit köstlicher Panade, Fisch und von allem ist reichlich aufgetischt.

Danach machen wir einen Rundgang durch das Dorf und die umliegenden Felder. Alle Häuser sind sind auf Pfählen mit Holz gebaut. Die Menschen leben eng zusammen mit ihrem Vieh und fast jedes Haus verfügt über einen Webstuhl, die dann die gewebten Schals verkaufen.

Wir laufen durch die Reisfelder, überall sind die Menschen freundlich, zugänglich und sehr nett. Hier auf dem Land gibt es auch sehr viele Hunde. Eine alte Frau sammelt Stinkwanzen, ein Mädchen läuft ein Stück mit uns. Auf einigen Bäumen wachsen Orchideen.

Gegen 20.00 Uhr tritt eine Folklore-Gruppe auf. Wir sitzen dazu auf flachen Kissen in unserem Schlafraum und müssen natürlich mittanzen. Immer zwischen 2 Bambusstangen springen in dem Moment, wenn sie auseinanderklaffen. Wer beim Zusammenschlagen die Füsse dazwischen hat, kriegt eins auf die Knöchel.

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