Aktuelles

Wir waren ein paar Tage in Marokko

Mit etwas Verspätung!!

 

Reisebericht Schottland ist fertig.

Diese Reise war Wahnsinn

 

Diese Reise war lecker

Um 8.00 Uhr ist Abfahrt nach Ninh Binh. Die Fahrt dauert 4 Stunden. Zuerst fahren wir ein Stück auf der gleichen Strasse zurück, dann zweigen wir aber ab und von nun an bewegen wir uns auf einer feldwegähnlichen Strasse mit 30 km/h vorwärts. Der Bus fährt nur Slalom, um allen Löchern auszuweichen, aber es ist dennoch eine Katastrophe. Wir werden nur so durchgeschüttelt und sind nach 2,5 Std. froh um eine Pause.

Landschaftlich ist es die ganze Zeit wunderschön. Reis- und Maisfelder wechseln sich ab, dazwischen Baumgruppen, kleine Dörfer und die Zuckerhutberge bald weiter weg, bald zum Greifen nah.

Ankunft in Ninh Binh ist um 12.00 Uhr, wir fahren gleich zur Bootsanlegestelle, um eine Fahrt durch die „Trockene Halongbucht" zu machen. Dazu steigen immer 2 Personen in ein kleines Ruderboot, das von 2 Frauen gefahren wird. Die eine rudert, die andere paddelt. Nachdem wir den kleinen Hafen verlassen haben, geht es einem Kanal entlang durch eine Wasser-, Reisfeld- und Zuckerhutbergwelt. Mit uns schippern viele kleine Boote, die Berge reichen, nur getrennt von kleinen Reisfeldern, direkt bis an das Wasser heran. Linkerhand befindet sich eine kleine Tempelanlage, dann durchfahren wir 3 Grotten. Die Felsen enden knapp über unseren Köpfen. Das also ist die trockene Halongbucht. Am Ende ein Wasserwendehammer, wo wieder etliche Verkaufsboote auf Kundschaft warten. Wir sollen der Bootsfahrerin 2 Dosen Getränke reichen - Trick - sobald WIR die Dosen in Händen haben, müssen wir sie bezahlen.

Auf dem Rückweg beginnt die Verkaufsdarbietung in unserem Boot. Gestickte Decken, Bilder, Taschen, T-Shirts, Blusen werden feilgeboten. Sie gibt aber bald auf, als sie unsere entschlossenen Nein-Gesichter sieht.


Wir verlassen Ninh Binh, ein etwas unscheinbares Städtchen am nächsten Morgen.

Der weitere Strassenverlauf ist meist 4-spurig, dichte Bebauung, viel Industrie, dazwischen Flüsse und Reisfelder. Nach und nach wird es ländlicher, aber Dorf reiht sich an Dorf, inzwischen wird auch Tabak angebaut.

Wir streifen die Stadt Haiphuong, mit 2 Mio. Einwohnern, die 3.größte Stadt Vietnams und einem der wichtigsten Seehäfen, obwohl die Stadt ca. 20 km vom Golf entfernt liegt. Hier gibt es sehr viel Industrie, überall wird gebaut, es ist staubig, Flüsse und Kanäle nehmen ständig zu, bis Halong sind es weitere 50 km.

 

Um 12.00 Uhr erreichen wir Halong City und können sofort auf das Boot, das auch nur für unsere Gruppe reserviert ist. Eine kleine putzige Kabine mit 2 breiten Betten und Bad direkt neben dem Salon ist die unsrige. Ein geschmackvoller Aufenthaltsraum und oben ein schönes Deck mit Liegen. Die Kamera läuft heiss bei den vielen Booten ringsum, von deren Anblick wir begeistert sind, ebenso von dem eine Stunde später servierten Mittagessen.

 

Inzwischen befinden wir uns am Eingang der Halong-Bucht. Die zerkarsteten Felsnadeln, Bergkegel und Zuckerhüte der über 3.000 Kalksteininseln der Halong-Bucht zählen zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Vietnams. Ein Naturtheater aus Drachenzähnen, erstarrten Sauriern und Feen. Sie ist schlichtweg ein Traum, nur ist das Wetter etwas diesig. Viele der steil aus dem Wasser ragenden, skurril geformten Felsen weisen Hohlräume auf und sind durchzogen von gigantischen Grotten. Am Nachmittag besichtigen wir eine solche Grotte, die erst seit 1989 zum Besuch freigegeben ist.

Viele der steil aus dem Wasser ragenden, bizzar geformten Felsen weisen Hohlräume auf und sind durchzogen von gigantischen Grotten. Am Nachmittag besichtigen wir eine solche Grotte, die erst seit 1989 zum Besuch freigegeben ist. Im inneren eine faszinierende Landschaft mit den Ausmaßen einer Kathedrale.

Noch heute leben in geschützten Buchten einige hundert Familien. Die Schönheit der Bucht ist bei jedem Wetter faszinierend.

 

Das Boot ankert, wir schwimmen. Das Wasser ist aber frisch. Von einem Aussichtsberg haben wir einen herrlichen Blick in der Abendsonne auf die wunderschöne Halong Bucht.

 

 

Um 7.00 Uhr heute morgen fängt es an zu regnen. Alles ringsum ist diesig und die Kalkfelsen der Bucht erscheinen in unwirklichem Licht.


Das Wetter ändert sich wenig, der Regen lässt allerdings nach und um 10.45 Uhr sind wir zurück in Halong-City.


Gegen 15.00 Uhr erreichen wir wieder unser Volga-Hotel und kriegen sogar unser altes Zimmer wieder.

Bauaarbeiten auf den Bürgersteigen, Mopeds auf den Bürgersteigen, tausende sitzende Leute auf den Bürgersteigen, Abfall einfach in der Straßenrinne, wir umlaufen alles souverän.

Auf dem Markt, der uns hier sauberer als in Saigon vorkommt - oder haben wir uns schon daran gewöhnt ? - und auf dem wir auch das Schlagwort "Madame, Madame......" spärlicher hören, kaufen wir noch Pfeffer und Wiesel-Kaffee. Auf den sind wir ja gespannt.

 

Wir gehen abends zu Bohemia, einem tschechischen Restaurant. Dies entpuppt sich aber als rein vietnamesisch hektisch. Dazu haben wir nun überhaupt keine Lust mehr. Was nun ?

Buch gezückt, geguckt - das Goethe Institut ist nur 10 Min. entfernt. Dort versuchen wir unser Glück und haben welches. Es gibt Rouladen mit Kartoffelbrei oder Schnitzel mit Kartoffelsalat bzw. Bratkartoffeln oder Bratwurst mit Kartoffelsalat. Das total gute Kontrastprogramm in ruhiger, netter und entspannter Atmosphäre.

 

Freitag, der 24. April ist unser letzter Tag in Hanoi, den wir vormittags dem Ethnologischen Museum widmen. Die weiläufige Anlage demonstriert anschaulich Kunst, Kultur und Alltag der ethnischen Minoritäten.


Ein Taxi bringt uns dann zum Ba Dinh Platz, auf dem das Ho Chi Minh Mausoleum steht. Auf dem mehrere Fussballfelder großen Platz proklamierte Ho Chi Minh 1945 die Unabhängigkeit Vietnams.

Leider sind sowohl Museum als auch Mausoleum Freitags geschlossen.

Ein bißchen enttäuschend ist die Einsäulen-Pagode mit dem verwahrlosten Platz davor und das am Abend besuchte Wasserpuppentheater fand ebenfalls nicht unsere Begeisterung.