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Reisebericht

Spanien ist fertig

 

Hinreise 28.12.21 – 2.1.2022

 

 

Breisach – Villars-les-Dombes – Aigues Mortes – Gruissan – Spätzle Fritz

 

 

Bei trübem und regnerischem Wetter starten wir unsere Reise nach Spanien. Nach guten 100 km Fahrt stellen wir fest, dass wir unsere Kaffeemaschine vergessen haben, die uns doch so wichtig war, weil wir fest auf einem Campingplatz stationiert sind und somit über genügend Strom verfügen. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.

 

Breisach am Rhein erreichen wir am Nachmittag.

 

 

Etliche Stufen führen hinauf zum Münsterberg und schon ist das Breisacher St. Stephansmünster vor uns. Kaum ein Mensch zu sehen, es ist windig und regnerisch, dazu scheußlich kalt.

 

Das Wahrzeichen der Stadt im Rücken, laufen wir durch die Stadt vorbei am Radbrunnen Tor bis zum Freilichttheater, aber dann sind wir durchnässt und kehren zum Womo zurück. Wir lassen uns 2 Pizzen vom Lieferservice kommen und kuscheln uns im Warmen ein.

 

 

Tags darauf müssen wir uns erst einmal mit Kaffee eindecken, denn die eingepackten Bohnen nutzen uns ohne Maschine nichts.

 

Über den Rhein hinüber geht die Fahrt und schon sind wir in Frankreich. Auf der Autobahn fahren wir bis Besancon, wechseln dann auf die Landstraße über und kommen gut voran, erreichen am Nachmittag den Vogelpark in der Kleinstadt Villars-les-Dombes, ein stets gut besuchter Zwischenübernachtungsplatz auf dem Weg nach Süden.

 

 

Die Kleinstadt mit knapp 5.000 Einwohnern bietet rein gar keine Sehenswürdigkeiten, wir machen nur einen kurzen Spaziergang und verkriechen uns dann wieder ins warme Wohnmobil.

 

Wir sind ja nun bekennende Landkarten Fahrer, müssen aber um Lyon herum doch das Navi zu Rate ziehen, weil unsere Karte schon veraltet ist. Auch unser Versuch, nach Umfahrung der Großstadt auf der Landstraße weiter zu fahren, scheitert und schon etwas entnervt ob der vielen Kreisverkehre kehren wir auf die Autobahn zurück.

 

 

Unser Tagesziel, eine der größten mittelalterlich noch erhaltenen Festungsstädte, nämlich Aigues Mortes anzusteuern, erweist sich als schwierig, weil innerhalb der Stadt eine Baustelle ist, die das Befahren von über 3,5 t untersagt. 

 

Zuerst irren wir ein wenig herum, finden keinen anderen Stadtzugang, aber dann gelangen wir über Le Grau du Roi doch von einer ganz anderen Seite in die Stadt. Menschenmassen tummeln sich hier. Was ist hier los am 30.12.21 ? Der Parkplatz ist hoffnungslos überfüllt, wir haben keine Wahl: wir müssen unser Zelt woanders aufschlagen. Le Grau du Roi eignet sich überhaupt nicht, aber auf der Landstraße zwischen den beiden Orten haben wir einen großzügig angelegten Wohnmobilplatz gesichtet. Dort gibt es noch Platz für uns. 12,22 € ist ein merkwürdiger Preis, aber was solls.

 

 

Zu Fuß zunächst durch die Felder, dann auf dem Radweg kommen wir der weit sichtbaren trutzigen Stadtmauer immer näher. Gute 5 km haben wir zurückgelegt.

 

Die Stadtmauer ist 1.634 m lang, umgibt völlig die Stadt, die heute von Touristen nur so wimmelt und dementsprechend sich auch alle Geschäfte, Cafés und Restaurants frequentiert.

 

Wir machen noch einen langen Spazierging innerhalb der Stadtmauer, einen Aufstieg finden wir nicht und nach diesem Marsch haben wir uns einen Cocktail verdient. Ein tolles Gefühl, bei untergehendem Sonnenschein draußen zu sitzen um diese Jahreszeit.

 

 

Auf gleichem Weg müssen wir zurück und es dämmert schon, als wir losgehen, aber man kann sich nicht verlaufen.

 

Für heute haben wir eine kurze Etappe vor uns, denn bis nach Gruissan ist es nicht sehr weit.

 

Der ausgewiesene Wohnmobilstellplatz ist bald erreicht und auch hier ergattern wir nur mit Mühe noch einen Platz.

 

 

Wir laufen durch die riesigen und sehr zahlreichen Bootsanlegestellen, die den gesamten neuen Teil der Stadt einnehmen.

 

 

Gruissan Village ist der historische Stadtkern mit einer Burganlage aus dem 14. Jh., aber heute steht nur noch die Ruine des Turms „Tour Barberousse“. Wir klettern natürlich hinauf, sehen, dass sich die Häuser alle ringförmig um die alte Burg reihen.

 

 

Der Silvesterabend wird hier sehr leise und still begangen, alle Wohnmobilisten verkriechen sich in ihren Fahrzeugen, so auch wir und verschlafen den Jahresbeginn.

 

 

Prosit Neujahr!

 

Die Grenze nach Spanien liegt bald hinter uns und wir rollen weitläufig um Barcelona nach Süden, lassen Tarragona und Cambrils westlich liegen, bis wir am frühen Nachmittag über Vinaros in San Rafael del Riu beim „Spätzle-Fritz“ ankommen. Erfahrenen Spanier-Fahrern wohlbekannt und das zeigt sich auch an der Anzahl der Wohnmobile. Sehr voll der Hof und am Abend stehen wir in mehreren Reihen. Aber endlich scheint die Sonne und wir können zum T-Shirt wechseln.

 

 

Das Abendessen im Restaurant steht geschmacklich in keiner Relation zum Preis.

 

 

Die letzte Etappe ist unter die Räder genommen.

 

Valencia, eine schöne landschaftliche Fahrt durch die Berge bei Alcoy, wir rollen weiter nach Süden. Alicante kommt am frühen Nachmittag in Sicht und nun sind es nunmehr ca. 120 km bis nach Playa Honda/La Manga in der Nähe von Cartagena.

 

 

 

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