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Unsere kleine Deutschland-Tour

Reisebericht ist fertig!

Montag, 2. Juni 2014

 

Strecke: Newcastle – Hexham – Brampton – Longtown – Gretna Green – Annan - Ruthwell

Tages-km

Km 153

Gesamt-km

Km 705

Wetter:

Unterschiedlich bewölkt

 14° - 20°

 

 

Abfahrt vom Schiff um 10.30 Uhr

Um 8.00 Uhr gibt es einen Weckruf. Wir machen uns in Ruhe fertig, trinken einen Kaffee mit Crossi und Kuchen. Das Frühstücksbuffet hätte 14,90 € pro Person gekostet. So viel Hunger haben wir morgens nicht.

Es tröpfelt, als wir an Deck gehen und dicke Wolken hängen über Newcastle.

 

Als wir vom Schiff fahren, hat es sich etwas gelichtet. Wir folgen der Beschreibung aus dem Schulz-Buch, denken dauernd, wir sind falsch, die Route entpuppt sich aber dann doch als richtig. Stadtgebiet und links fahren, man muss schon höllisch aufpassen.

 

Aber bald wird es ländlich, als wir auf der A 69 Richtung Westen fahren. Alles ist grün, sanfte Hügel mit Steinmauern dazwischen durchziehen die Landschaft. Überall weiden Kühe und Schafe und manchmal kommt es uns ein wenig vor wie in der Rhön.

 

Bei Hexham biegen wir ab nach Chollerford und schauen uns beim Visitor Centre am Chesters Fort die römischen Ausgrabungen an. Ein wenig überteuert mit £ 5,00 pro Person finden wir die alten Steine schon und das mit Rentnerermäßigung.

 

Am Hadrians Wall, dessen Reste man entlang der Straße immer wieder sehen kann, geht’s weiter Richtung Carlisle. Wir hätten uns besser den Wall beim Visitor Centre Housesteads angesehen. Hier ist es landschaftlich schöner und ein römisches Kastell soll auch noch erhalten sein. 

 

Bei Brampton biegen wir ab, fahren eine eher uninteressante Route über Longtown nach Gretna Green. Aber besser als über die Autobahn M6.

 

Gretna Green vor allem bekannt aus früheren Zeiten, als hier mit 16 Jahren ohne Einwilligung der Eltern geheiratet werden durfte.

 

Gab es 1978, als wir schon einmal hier waren, nur das alte Blacksmith Gebäude, ist heute der Kommerz nicht zu übertreffen. Etliche Geschäfte, Cafés haben sich hier angesiedelt, dazwischen kleine Fußgängerwege, einer sogar überdacht. Der Parkplatz ist straff in Rubriken unterteilt, aber sehr idyllisch liegt am hinteren Ende der Bereich für Wohnmobile, doch leider ist übernachten verboten. Wir wollen es trotzdem riskieren.

 

Zuerst einmal schauen wir uns den ganzen Zirkus an. Es heiratet in der Tat noch ein Paar. Die Braut ist zwar sehr jung, aber doch älter als 16 Jahre.

 

Der Bekanntheitsgrad des Ortes hat noch ein Outlet-Center entstehen lassen. Knapp 2 km sind es bis dahin zu laufen, das wollen wir uns ja auch ansehen. Inzwischen gibt es jede Menge Wolkenlöcher, das Wetter ist nicht schlecht.

 

Viele internationale Marken haben sich auf englische Bedürfnisse eingestellt und was Villeroy & Boch und Ralph Lauren so zu bieten haben, entspricht absolut nicht deutschem Geschmack.

 

Zurück am Parkplatz sind alle Womos verschwunden und auch ein Engländer empfiehlt uns, zu fahren. Wir ziehen den Schulz zu Rate und hätten es nicht besser treffen können.

 

Über Annan fahren wir bis zur Ruthwell Church, einer kleinen Kirche abseits der Straße mit beidseitigen Parkmöglichkeiten und Wasserhahn. Über uns die Krähen lassen uns von der linken auf die rechte Seite umziehen. Auch ein super Platz. Hinter uns liegt ein kleines Wohnhaus, weiter entfernt durch einen großen Garten ein sehr ansehnliches großes Haus.

 

Wir machen noch einen Abendspaziergang und finden es herrlich hier.

 

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