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Unsere kleine Deutschland-Tour

Reisebericht ist fertig!

Mittwoch, 11. Juni 2014

 

Strecke: Torrin (Wanderparkplatz) – Parkplatz Elgol – Broadford – Sligachan - Ullinish

Tages-km

Km 83

Gesamt-km

Km 1.544

Wetter:

Leichter Regen

13° - 16°

 

 

 

Abfahrt 09.15

Gegen Morgen toben Wind und Regen um die Wette. Es hört sich richtig gefährlich an. Aber wir kuscheln unsere zerstochenen Körper weiter in die Kissen. Die Mückenstiche haben an keiner Stelle Halt gemacht.

 

Es hängen zwar tiefe Wolken am Himmel, aber bei Abfahrt regnet es nicht. Wir fahren noch ein Stück das Tal hinein bis zu einem kleinen Parkplatz. Von hier aus soll es einen Wanderweg nach Elgol geben. Aber der Pfad gegenüber, wo der Weg beginnt, ist schon derartig nass und schlüpfrig, dass wir auf dieses Vergnügen verzichten und deshalb nehmen wir die schmale Fahrstraße unter die Füße. Und wie überall in Schottland geht es auf und ab. Die Cuillin Berge hüllen sich in Wolken, dennoch ist es sehr schön, hier zu laufen und nach etwa 7 km sind wir am Bootsanleger in Elgol, zu dem es sehr steil hinunter führt. Wir sind froh, nicht mit dem Womo hier zu sein. Von hier unten aus werden verschiedene Bootstouren angeboten, aber das Wetter ist nicht danach.

 

Natürlich müssen wir auf gleichem Weg zurück, essen am Womo ein verspätetes Mittagessen und fahren dann diesen unvergesslich schönen Landstrich zurück zur Hauptstraße. Das sind genau 18 km und hierfür benötigen wir 45 Minuten.

 

Nachdem wir bei Sligachan die Cuillin Berge hinter uns gelassen haben, ändert sich die Landschaft abermals. Die Hügel sind flacher, aber schroffer und es gibt kaum Bewuchs, vielerorts sieht man Steilküste.

 

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz lesen wir das Schulz-Buch mal wieder viel zu gründlich (oder interpretieren falsch) und biegen hinter Balgowen nach Ullinish ab, finden den im Buch beschriebenen Parkplatz natürlich nicht. Wir fahren die ganze winzig kleine und enge Bypass-Straße ab, kommen wieder zur Hauptstraße und suchen noch einmal. Und siehe da, genau beim Dun Beag ist er. Zum Dun Beag Broch, einem ehemaligen Rundhaus, das der Lagerung diente, steigen wir erst einmal hinauf. Hier fegt ein eiskalter Wind.

 

Natürlich bleiben wir auf dem Parkplatz nicht, haben wir doch was viel besseres entdeckt. Also wieder die Mini-Straße hinein nach Ullinish und gleich hinter dem Örtchen gibt es eine Ruhebank mit ausreichendem Wiesengelände, genau passend für unser Wohnmobil. Den herrlichen Weitblick auf Loch Bracadale gibt es kostenlos dazu.

 

Wir haben einen Wanderhinweis gesehen und schnüren erneut die Schuhe. Wie immer ist der Weg zunächst gut, geht dann aber über in Weideland bis hin zu den Klippen. Nass wie ein vollgesaugter Schwamm ist das ganze Gelände, erschwert das Laufen sehr, weil wir nur von Grasbüschel zu Grasbüschel hüpfen, damit es keine nassen Füße gibt. Macht nicht wirklich Spaß! Zurück dehnen wir den kleinen Marsch auf Asphaltstraße noch ein wenig aus und sind nach 1 ½ Stunden wieder am Womo.

 

Den ganzen Tag über ist es trocken geblieben und es scheint auch so zu bleiben. Wir schauen immer wieder zum See hin und genießen den Abend.

 

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