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Unsere kleine Deutschland-Tour

Reisebericht ist fertig!

Freitag, 13. Juni 2014

 

Strecke: Tarbert – Leubost – Garynahine – Gisla – Maivaig – Brenish - Mealasta

Tages-km

Km 123

Gesamt-km

Km 1.786

Wetter:

Unterschiedlich bewölkt

12° - 16°

Morgens Nebel

 

Abfahrt 09.35 Uhr

Wir wollen es nicht glauben, die neblige Situation ist unverändert. Am frühen Morgen gibt es sogar Regen. Und jetzt?

 

Wir beschließen, bis Stornoway zu fahren. Wenn der Nebel so bleibt, werden wir die Äußeren Hebriden wieder verlassen und mit der Fähre nach Skye zurück fahren. Kurz vor Tarbert lichtet sich der Nebel etwas, man sieht was und Hoffnung keimt auf. Tarbert selbst ist total nichtssagend. Hier ist nur durch den Fährhafen was los.

 

Auf der A 859 geht es weiter Richtung Stornoway. Bald befinden wir uns auf dem Teil North Harris, die Landschaft ein Traum. Kaum ein km ohne See rechts oder links. Die Berge sind weniger hoch und nicht bewachsen.

 

Das ändert sich hinter dem Örtchen Bowglass. Hier gibt es eine rege Aufforstung, da durch Windbrüche viele Bäume zerstört wurden.

 

Wir sehen rechts und links der Straße einen angelegten Bohlenweg, ein Parkplatz davor. Hier stoppen wir, laufen den laut Anzeigetafel weitesten Weg. Zuerst geht es auf den Bohlen entlang, darunter ist nur Nässe, dann geht der Weg in groben Schotter über, endet aber am Wald. Also zurück und den anderen Bohlenweg, der weit schöner an einem See entlang führt. Auch hier endet er in einen groben Schotterweg, der aber 2 – 3 km weiterführt und an einem anderen See endet. Immerhin haben wir ausreichend Bewegung gehabt, es ist nicht kalt und nur die Bergspitzen sind noch im Nebel.

 

Daher ändern wir unsere Pläne und fahren natürlich nicht zurück sondern biegen bei Leurbost nach Westen ab. Die Straße läuft gut ausgebaut durch eine weite Ebene, es gibt nur Mini-Dörfchen und Schafe. Wir wollen die Strände des Atlantik sehen, aber der Weg ist weit. Mal 2-spurig, mal Single Track Road windet sich die Straße durch die Landschaft.

 

Ab dem Abzweig nach Uig wird es wieder bergiger und interessanter. Der erste wunderschöne Strand ist der Ardroil Beach, der gut ausgeschildert ist. Es stehen einige Womos da, aber man steht hinter den Dünen, sieht das Meer nicht und wir stehen auch lieber ganz allein. Also weiter.

 

Es sind noch 11 km bis zu zum absoluten Traumplatz. Ab Brenish ist die ohnehin schmale Straße nur noch Feldweg und hört beim Punkt Mealasta auf. Fest steht – hier bleiben wir. War es jedoch in Ardroil noch klar, wabern hier schon wieder die Nebelschwaden herum.

 

Ein toller Strand tut sich vor uns auf, wir stehen auf einer Wiese (ganz am Rand wegen der Nässe), gegenüber in einer umzäunten Weide endlich meine lang vermissten Galloways. Weiter hinten, aber noch in Sichtweite stehen 2 weitere Womos.

 

Hier muss Wolfgang sein Versprechen einlösen und mit Badehose in den Atlantik gehen. Das Wasser ist lt. seiner Aussage saukalt. Es hat ein wenig aufgeklart, ich will ein paar Fotos von der Umgebung machen, aber noch während ich laufe, wabern die Schwaden schon wieder den Berg herunter. Es ist so: alle paar Minuten ändert sich das Wetter.

Die Flut ist rasch gekommen und der breite Stand ist jetzt nur ein schmaler Streifen.

 

 

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