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Unsere kleine Deutschland-Tour

Reisebericht ist fertig!

Montag, 16. Juni 2014

 

Strecke: P Woodhill – Tarbert – Uig – Staffin – Portree – Broadford – Kyle of Lochalsh – Craig – Achnasheen - Kinlochewe

Tages-km

Km 218

Gesamt-km

Km 2.208

Wetter:

Wechsel Sonne-Wolken

14° - 20°

 

 

Abfahrt 06.15 Uhr

Wir brauchen genaue eine halbe Stunde zum Hafen. Die Fähre kommt pünktlich und auf die Minute um 7.30 Uhr legen wir ab.

Wir bestellen uns ein schottisches Frühstück, Gott sei Dank nur eins. Bacon, Haggis, Würstchen, Spiegelei, Champignons und Black Pudding, dazu Toast. Black Pudding kennen wir noch nicht, sieht aus wie eine Scheibe verbrannte Frikadelle und schmeck nach gebackener Leberwurst. Uns ist schon morgens um 8.00 Uhr nach einem Schnaps zumute, obwohl wir gar keinen trinken.

 

Um 9.00 Uhr sind wir in Uig und nehmen uns noch den östlichen Teil der Isle of Skye vor, indem wir die Runde bis Staffin drehen. Gleich unterscheidet sich die Landschaft wieder, die Felsen und Gesteine in den grünen Bergen sind alle weg, alles sieht wieder sanft gerundet grün aus.

 

Wir schauen uns den Kilt Rock Wasserfall nebst Felswand vom View Point aus an. Der Fels hat tatsächlich die Form eines Plissees. Den Old Man of Storr, eine Felswand, lassen wir aus, weil diese komplett im Nebel liegt.

 

 

Im Mini-Örtchen Flodigarry (schöner Name, gell?) hält uns ein schottischer Ford Transit am Ausweichpunkt an. Ein Rauschebart aus Hofheim, der seit 36 Jahren auf der Skye lebt, begrüßt uns in breitem Hessisch. Er freut sich, dass er einmal wieder richtig "babbeln" kann, blockiert 5 Minuten die ganze Straße, dann geht es weiter.

 

Der größte Ort mit 2000 Einwohnern Portree lässt auch uns Halt machen. Wuselig und geschäftig ist es hier, weil die Lage mit den bunten Häusern sehr schön ist und weil es einige Geschäfte gibt. Wir stöbern ein wenig herum, aber überall wird der gleiche Touri-Kitsch angeboten. Glücklich sind wir über ein knuspriges Baguette, eher eine Seltenheit im watteweichen Brotland.

 

Der weitere Tag nach dem Mittagessen ist Fahrtag. Nachdem wir über die Brücke bei Kyle of Lochalsh wieder auf dem Festland fahren, ändert sich das Landschaftsbild wiederum fast schlagartig. Laub- und Nadelbäume sind plötzlich wieder da.

 

Am Loch Carron entlang geht es nun in ständigem bergauf-bergab. Links der See, dann Bahnlinie und Straße. Wir schwanken immer wieder zwischen Schwarzwald, Rhön und der Schweiz. Ein so idyllisches Tal, das aber nach der Ortschaft Craig wieder kahle Berge aufweist.

 

Wolfgang ist des Fahrens jetzt schon etwas müde, aber bis Kinlochewe geht’s noch. Die Wester Ross Gebirgszüge liegen vor uns und beim Beinn Eighe Visitor Centre ist Ende der Fahrt. So liebevoll und aufwändig wurde wohl kaum ein Visitor Centre ausgestattet. Wir erhalten Material und Hinweise und selbstverständlich dürfen wir über Nacht bleiben, obwohl es im Ort einen Campingplatz gibt. Auch der Parkplatz ist fast liebevoll angelegt mit Nischen und sogar überdachte Plätze für PKW’s sind vorhanden. So nett wie die Umgebung ist auch der Ranger im Visitor Centre.

 

Die Sonne scheint, es sind 20° und ein gepflegter, geschotterter Fußpfad führt die 1,5 km hinein in den kleinen Ort mit 100 Einwohnern. Er ist gesäumt von Ruhebänken, einem kleinen Teich und vorbildlichen Hinweiszeichen. Richtig schön hier.

 

Wir halten Ausschau nach einem Pub mit Fernseher, leider Fehlanzeige. Schließlich ist WM und Deutschland spielt gegen Portugal.

 

Daher genießen wir den Abend in unserer grünen Umgebung und legen den weiteren Verlauf der Route fest. Gar nicht so einfach, wenn man nicht weiß, wie man die Fahrtzeit kalkulieren soll.

 

 

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