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Unsere kleine Deutschland-Tour

Reisebericht ist fertig!

Freitag, 20. Juni 2014

 

Strecke: Lossiemouth – Elgin – Rothes - Dufftown

Tages-km

Km 38

Gesamt-km

Km 2.546

Wetter:

 

Unterschiedlich bewölkt

14° - 18°

 

 

Abfahrt 09.10 Uhr

Die gestern gekauften Adapter kommen uns heute schon zugute. Wir tanken Wasser an den öffentlichen Toilettenhäuschen mit Mini-Waschbecken.

In Elgin machen wir schon Halt. Wir möchten uns die Ruinen-Fassade der Kathedrale ansehen. Ein wunderbar großer Parkplatz am Stadtrand bietet sich an. Warum nicht auch so in Inverness?

 

Ein Brand zerstörte weite Teile des Gotteshauses 1270, danach wurde es nicht mehr aufgebaut. Ohne unseren Membership Pass wären wir nicht hinein gegangen.

 

Die Stadt selbst ist lebhaft mit netten Geschäften und Cafés und die Hauptmeile „High Street“ wird durch eine Kirche in der Mitte geteilt. High Street heißt jede Hauptstraße in Schottland.

 

 

Auf dem etwa 100 km langen „Single Malt Trail“ geht unsere Fahrt weiter nach Süden. Entlang der A 941 wimmelt es nur so von Whisky Destillerien.

 

Wir wollen die größte und berühmteste Destille, die von Glenfiddich besichtigen, beheimatet im kleinen Örtchen Dufftown, das heute die Metropole des schottischen Nationalgetränkes ist.

Die Brennerei Glenfiddich im gleichnamigen Tal in Speyside in den schottischen Highlands wurde 1886 von William Grant und seiner Familie errichtet, die Brennblasen stammten aus der alten Cardhu-Brennerei. Weihnachten 1887 begann die erste Produktion von Whisky. Seitdem produziert die Destillerie am gleichen Ort mit demselben Herstellungsverfahren mit einer der kleinsten Brennblasen schottischer Brennereien. Das Unternehmen ist bis heute im Besitz der Familie Grant.

Im Jahr 1963 konnte aus dem Brand kein Blend mehr hergestellt werden, da die Brennerei keine Lieferung an Grain-Whisky mehr bekam. So entschied sich die Familie, Whisky aus reinem Gerstenmalz abzufüllen und zu verkaufen und erst ab diesem Zeitpunkt begann die moderne Vermarktung des Single-Malt-Whiskys.

Glenfiddich ist einer der erfolgreichsten Whiskyhersteller, dessen Whisky fast auf der ganzen Welt erhältlich und dessen dreieckige Flaschenform typisch für die Brennerei ist. Der Geschmack ist sehr mild und daher einer breiten Kundschaft zugewandt.

Quelle: Wikipedia

Ein großer Parkplatz erwartet uns. Aha, schwer was los! Das Gelände ist sehr gepflegt und aufwändig und liebevoll angelegt. Wir schließen uns im Besucherzentrum einer 1-stündigen Besichtigungstour an, die gleich losgeht und kostenlos ist.

 

Zuerst sehen wir einen kleinen Einführungsfilm (alle Sprachen vorhanden). William Grant mit 7 Söhnen und 2 Töchtern gründete 1886 das Unternehmen. Ein Schwiegersohn begann das edle Gebräu weltweit zu vermarkten und heute wird Glenfiddich in 180 Länder exportiert. Allein 10 Männer bearbeiten und erstellen stets die Holzfässer.

 

Es folgt ein Rundgang, in dem das Destillationsverfahren gezeigt wird. Man verwendet ausschließlich Quellwasser, der Whisky wird dann minimum 12 Jahre gelagert. Am Ende der Führung gibt es eine Verkostung in einem Raum, der wie ein nobles Restaurant wirkt.

 

Wir trinken 12, 15 und 18 Jahre gelagerten Whisky und uns schmeckt keiner.

12 Jahre – schmeckt nach Birne und Eichengeschmack – Flasche 36,- £

15 Jahre – schmeckt nach Honig und Rosine – Flasche 48,- £

18 Jahre – schmeckt nach Bratapfel und Zimt – Flasche 68,- £

 

Wir schmecken jedoch deutlich, dass der länger gelagerte weicher und runder ist.

 

Wir wollen ja nichts kaufen, aber der Shop interessiert uns doch. So einen edlen Verkaufsraum muss man erst einmal finden. Ledercouch und –sessel im Eingangsbereich, 2 riesige Teppiche im Raum, kostbare antike Schränke und Kommoden warten mit Gläsern und Flaschen aller Größen und Preislagen auf. Ein Dorado für Whisky-Fans, der ja traditionell hier in seinem Heimatland mit Wasser getrunken wird.

 

Danach gibt’s Kultur in Form von Balvenie Castle, das auch nur noch eine Ruine ist und das schon seit 600 Jahren. Die Zufahrt ist schmal, wir könnten mit dem Womo gar nicht den Hügel herauf fahren. Zudem ist es bei Nachfrage wie gestern: übernachten auf historischem Boden? Nein, das geht nicht.

 

Wir überlegen uns, dass wir auf dem Parkplatz von Glenfiddich doch sehr gut stehen und beschließen, zu bleiben.

 

Wir laufen dann einen sehr gut ausgeschilderten Waldweg hinein bis nach Dufftown und wieder zurück. Über den weiteren Verlauf der Fahrt sind wir uns nicht im klaren. Aber das besprechen wir bei Bandnudeln, Hähnchenbrust in Sahnesauce und Salat.

 

Leider gibt’s auch was unerfreuliches zu vermelden. Eine kleine im Bad hängende Zusatzlampe brannte, hat sich selbständig gemacht und ist auf der Kunststoffkonsole des Waschbeckens gelandet, wo sie einen unschönen „Schmelzfleck“ hinterlassen hat.

 

 

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