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Unsere kleine Deutschland-Tour

Reisebericht ist fertig!

Donnerstag, 26. Juni 2014

 

Strecke: Beecraigs Country Park – Linlithgow - Edingburgh

Tages-km

Km 50

Gesamt-km

Km 3.134

Wetter:

  

Unterschiedlich bewölkt

17° - 20°

 

 

 

Abfahrt 08.15 Uhr

Da der Stadtparkplatz ja ziemlich eng ist, wollen wir früh weg und zum Duschen und Frühstücken wieder zurück in den Country Park. Gegen 7.00 Uhr nehmen wir die 5 km unter die Räder und klappen gleich darauf den Mund nach unten. Die Tore der beiden Parkplätze sind geschlossen! Gott sei Dank gibt es aber auf dem immer schmaler werdenden Waldweg eine Parkbucht.

 

Jetzt aber auf nach Edinburgh! Den Campingplatz Mortonhall finden wir auf Anhieb. Er liegt etwa 5 km außerhalb der Stadt sehr schön im grünen, die Plätze sind alle großzügig angelegt, aber unzumutbar schräg. Was uns das Bürschlein an der Rezeption vorgibt, ist schlichtweg nicht anzufahren. Wir wollen einen anderen Platz, der ist auch nicht ganz gerade, aber besser. Wir müssen einen Aufpreis für den Platz in Höhe von 9,- £ zahlen und berappen für 2 Nächte insgesamt 51,- £. Ganz schön happig!!

 

Wir machen den Roller flott und fast immer geradeaus geht es ins Stadtzentrum. Unterhalb des Castles parken wir und stürzen uns ins Gewühl. Direkt vor dem Castle ist eine Zuschauertribüne in U-Form aufgebaut. Wahrscheinlich finden dort die jährlichen Festspiele statt, aber es verschandelt das gesamte Bild. Da liegt nun das Castle auf einem schönen Felsen und man sieht immer nur die Tribüne.

 

Dank des Member-Passes gibt es kein Anstehen an der Kasse, aber auch wir stehen mit tausenden anderen Besuchern vor der meistgestürmten Sehenswürdigkeit Schottlands. Die vielen asiatischen Besucher stürmen ohne Rücksicht.

 

Das graue Kastell ist wunderschön mit seinen wuchtigen Außenmauern, von denen man immer wieder fantastische Blicke auf Stadt und Umland genießt. Im inneren Bereich befinden sich St. Margarets Chapel, Argyll-Tor, War-Memorial, French Prison, um nur einige zu nennen.

 

Am Crown Square kann man in einem düsteren Raum die schottischen Kronjuwelen bestaunen. Vor lauter Menschen ist jedoch kaum etwas zu sehen (absolutes Fotografierverbot) und im Royal Palast kann das winzige Zimmer besichtigt werden, in dem Maria Stuart 1566 ihren einzigen Sohn Jakob zur Welt brachte.

 

Nach guten 2 Stunden haben wir genug von dem Trubel. Denken wir, denn der setzt sich in der „Royal Mile“ fort, die aus mehreren Straßenteilen besteht. Am entgegengesetzten Ende der Royal Mile liegt der Holyrood Palast, die offizielle Residenz der königlichen Familie bei Schottland-Besuchen. Aber 18,- £ Eintritt pro Person war uns das Prunkschloss nicht wert.

 

Das Castle von der Stadt aus gesehen
Das Castle von der Stadt aus gesehen

Zwischen den beiden Anziehungspunkten liegen also ca. 2 km Shopping- und Sightseeingmeile und man kann bei weitem mehr Geld ausgeben, als man möchte. Shop reiht sich an Shop mit Highland Produkten wie Schals, Wollpullovern, Bagpipes und Whisky Shops, von den vielen Genuss?-Palästen ganz zu schweigen.

 

Noch im ersten Drittel der Royal Mile befindet sich die St. Giles Kathedrale aus dem 15. Jh. Äußerlich wirkt sie wie ein schwarzer Kirchengigant, aber im Inneren ist sie wunderschön, man kann es fotografisch nicht festhalten. Allein die Orgel ist beeindruckend. Im Kirchenschiff ist ein Flügel aufgestellt, ein junger Mann spielt Werke von Beethoven und Jazzmusik.

 

Wir kommen am John Knox Haus vorbei, dem wahrscheinlich ältesten Haus Edinburghs, aber das interessiert uns jetzt weniger. Der kleine Hunger ist angesagt und wird mit einer Pizza gestillt.

 

 

Vom Holyrood Palace aus ist es schließlich nicht mehr weit zum Calton Hill. Auf dem Hügel ragt das National Monument empor, das die Gefallenen der Kriege ehrt. Weiter gibt es das Nelson Monument, das dem Admiral gedacht ist. Das wohl schönste Panorama bietet Edinburgh von diesem Hügel aus.

Über die North Bridge gelangen wir wieder auf die Royal Mile, schließen uns dem Heer der Shopping-Willigen an, ohne etwas zu kaufen.

Müde gelaufen kommen wir nun zu unserem Roller zurück, sind jedoch gleich wieder hellwach. Auf uns wartet ein Strafzettel in Höhe von 30,- £ !!! wegen Parken auf dem Bürgersteig.

 

Unser Roller steht ganz brav zwischen einigen Fahrrädern und einem Baum. Der Bürgersteig ist hier ungefähr so breit wie unsere Stadthauptstraße, auf diesem kleinen Stückchen würde kein Mensch laufen, es sei denn, immer im Kreis um den Baum.

 

Das erläutern wir wortreich auch einem vorbei flanierenden Polizisten, der sich aber nicht erweichen lässt. Im Gegenteil, er ermahnt uns zur Zahlung innerhalb der nächsten 2 Wochen, sonst kostet es das Doppelte.

 

Etwas ärgerlich rauschen wir ab und zwar in die falsche Richtung. Was stadteinwärts so einfach war, gerät jetzt zum Irrgarten. Statt „East“ fahren wir „West“, entfernen uns natürlich mit jedem Meter weiter vom Campingplatz. Aber nach mehrmaligem Nachfragen und einem Umweg von ca. 15 km kommen wir dann schon etwas durchgefroren zum Campingplatz Mortonhall.

 

Das tun wir uns morgen nicht mehr an. Wir kaufen gleich an der Rezeption 2 Bustagestickets zu insgesamt 7,- £. Das hätten wir heute auch schon billiger haben können.

 

Um 19.30 Uhr Wolfgang stürzt gleich in den ganz netten Fernsehraum des Platzes, leider war das Spiel Deutschland – USA 1 : 0 schon um 17.00 Uhr.

 

 

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